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21Sep
21.09.2026, 10:00 - 10:45
Design, Simulation und Optimierung komplexer Energiesysteme

Wie lässt sich Resilienz systematisch in komplexe Energiesysteme integrieren? Je stärker Energieinfrastrukturen vernetzt, dezentralisiert und digitalisiert werden, desto weniger kann Resilienz als nachrangiges Thema betrachtet werden – sie muss von Anfang an geplant, bewertet und weiterentwickelt werden.

Dieses Webinar zeigt, wie integriertes Systemdesign, Simulation und Optimierung dazu beitragen, Energiesysteme auch unter außergewöhnlichen Bedingungen funktionsfähig zu halten. Im Fokus steht der Übergang von einem allgemeinen Verständnis hin zu einem strukturierten, datenbasierten Ansatz, der Schwachstellen identifiziert und den Vergleich verschiedener Systemkonfigurationen ermöglicht.

Ein zentrales Element ist die szenariobasierte Analyse: Versorgungsengpässe, Infrastrukturausfälle, Extremwetterereignisse, Cybervorfälle oder plötzliche Veränderungen der Nachfrage lassen sich bereits im Vorfeld modellieren. So können kritische Abhängigkeiten und potenzielle Engpässe frühzeitig identifiziert werden. Die integrierte Betrachtung von Erzeugung, Speichern, Netzen, Mobilität, Backup-Systemen und flexiblen Lasten macht zudem die Zielkonflikte zwischen Kosten, Effizienz, Redundanz und Versorgungssicherheit transparent.

Besonderes Augenmerk liegt auf dem Weg von der Analyse zur Umsetzung: Wie lassen sich Resilienzziele messbar machen? Wie können geeignete Maßnahmen priorisiert werden? Und wie lässt sich daraus ein schrittweiser Weg hin zu einer resilienteren Zielarchitektur entwickeln? Abschließend zeigen internationale Praxisbeispiele, welche Ansätze sich bereits erfolgreich bewährt haben.





17Nov
17.11.2026, 09:00 - 11:00
Europas Weg zu "All Electric": Systemschock oder intelligenter Wandel?

Geopolitische Spannungen, volatile Rohstoffmärkte und der immense Druck der Energiewende: Europa befindet sich inmitten einer radikalen Neuausrichtung seiner Energiesicherheit. Die umfassende Elektrifizierung von Wirtschaft und Industrie ist dabei kein neues Konzept – doch ihre Dynamik hat sich fundamental verändert. Wo früher vor allem Klimaschutz und Nachhaltigkeit die Argumente lieferten, stehen heute zusätzlich strategische Resilienz und geopolitische Souveränität als Treiber hinter den Plänen von Europäischer Kommission, nationalen Regierungen und Industrie.

Dieser angestrebte Wandel hin zu einer vollständigen Elektrifizierung aller Sektoren – kombiniert mit dem rasant steigenden Energiebedarf moderner digitaler Technologien – katapultiert Europa in eine Ära des massiven Strombedarfs. Das stellt das gesamte Energiesystem vor fundamentale Fragen: Wie viel Netzausbau ist überhaupt noch realisierbar? Wie stark können Smart Metering, dynamische Tarife und KI-gestützte Systeme die kritische Infrastruktur in Echtzeit vor der Überlastung schützen? Und vor allem: Wie bringen wir diese intelligenten Lösungen schnell und flächendeckend in den Markt?

Während der B2C-Markt durch den Hochlauf von Wärmepumpen und E-Mobilität bereits fundamental umbricht, steht die Energiebranche vor der Aufgabe, das Spannungsfeld zwischen klassischem Verteilnetzausbau und dezentralen „Behind the Meter“-Lösungen direkt beim Verbraucher zu managen.

Unter der zentralen Leitfrage “Europas Weg zu "All Electric": Systemschock oder intelligenter Wandel?”, widmet sich der erste Tag des E-world Kick-offs genau diesen Herausforderungen. Freuen Sie sich auf ein exklusives Kamingespräch, welches den strategischen Rahmen steckt. Im anschließenden, hochkarätig besetzen Panel treffen führende Köpfe der europäischen Energiewirtschaft aufeinander, um die Machbarkeit und die entscheidenden Weichen für eine potenzielle elektrische Zukunft Europas zu stellen.

19Nov
19.11.2026, 09:00 - 11:00
KRITIS-Dachgesetz: Was kommt für Stadtwerke?

Mit dem KRITIS-Dachgesetz und der erwarteten neuen KRITIS-Verordnung stehen für Betreiber kritischer Infrastrukturen weitreichende Veränderungen an. Für die Energiebranche stellt sich damit die Frage: Welche neuen Anforderungen kommen auf Energieversorger, Stadtwerke, Netzbetreiber und Kommunen zu – und was bedeutet das konkret für die Praxis?

Neben physischen Bedrohungen wie Sabotage und extremen Wetterereignissen stellen auch Cyberangriffe, technische Ausfälle und Abhängigkeiten in Lieferketten die Sicherheit und Resilienz der Energieversorgung vor neue Herausforderungen. Die Regulierung soll dazu beitragen, kritische Infrastrukturen besser auf solche Szenarien vorzubereiten und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken.

Doch was verändert sich mit dem neuen Rechtsrahmen konkret? Welche Anforderungen kommen auf Unternehmen der Energieversorgung und Betreiber kritischer Anlagen zu, und wie lassen sich diese in bestehende Strukturen und Prozesse integrieren?

Der dritte Tag des E-world Kick-off nimmt das KRITIS-Dachgesetz und die erwartete Konkretisierung der Anforderungen in den Fokus. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten diskutieren wir den aktuellen Stand, werfen einen Blick auf die praktischen Auswirkungen für die Energiebranche und fragen: Was müssen Stadtwerke und Netzbetreiber jetzt wissen und welche Weichen sollten sie bereits heute stellen?